Freizeitstress – Warum Freizeit zum Stressfaktor wird

von | Aug. 3, 2025 | Uncategorized | 0 Kommentare

Kennst du das? Endlich Wochenende. Du wachst auf – ohne Wecker! Immerhin … 

Der Kaffee duftet, der Himmel ist blau, und dein Handy sagt: 09:12 Uhr.

Du lehnst dich zurück: Jetzt wird gechilled …

Aber … 

Auf Deinem Zettel stehen noch:

Einkaufen, Putzen, Gartenarbeit, Oma anrufen, Steuererklärung und Sport.

Tadaaa – willkommen im Freizeitwahnsinn!

Ach ja, und das Buch über Persönlichkeitsentwicklung wolltest Du auch noch lesen …

Kommt Dir bekannt vor?

Mir auch …

Freizeit wird maximal durchoptimiert.

Ich sag mal so:

Finde den Fehler.

Das war lange Zeit meine Welt …

Auf dem Weg zur Arbeit noch ein Buch lesen, natürlich auf halber Strecke aussteigen und laufen, oder mindestens die halbe Strecke mit dem Rad fahren …

Versteh mich nicht falsch:

Grundsätzlich ist das völlig okay.

Es darf nur nicht Überhand nehmen.

„Entspann dich doch einfach …“ – Aber wie?

Das Problem ist:

Wir leben in einer Zeit, in der alles optimiert werden soll – auch die Entspannung.

Maximal gechillt eben …

Da reicht es nicht, einfach zu lesen. Nein.

Es muss ein Buch sein, das dich „weiterbringt“.

Spazieren?

Nur wenn du dabei Schritte zählst oder Achtsamkeit trainierst.

Einfach mal nix tun?

Kommt gar nicht in Frage …

Und trotzdem posten wir dieses wunderbare Zitat von Astrid Lindgren:

„Man muss ja noch Zeit haben, um einfach aus dem Fenster zu schauen.“

Schön und gut, aber nur wenn wir in der Zeit einen Podcast über Minimalismus hören …

Führungskräfte trifft es genauso wie Eltern, pflegende Angehörige, chronisch Aktive und sogar unsere Kinder …

Denn egal ob Büro oder Wohnzimmer – der Kopf bleibt an. Und der denkt immer „Ich muss noch…“

Der Witz ist:

Unser Gehirn braucht Pausen, um die ganzen Informationen überhaupt zu verarbeiten.

Kein Problem:

Einfach mach 20 Minuten meditieren.

Stopp! Das ist nicht gemeint und so ist meditieren nicht gedacht!

Runterkommen bzw. Entspannen ist keine Aufgabe in einer endlosen To-Do-Liste zum Abhaken.

Runterkommen bzw. Entspannen ist der Weg UND das Ziel.

Das ist ein Unterschied.

Du brauchst einen ehrlichen Blick darauf, warum du dich ständig antreibst – selbst beim Nichtstun.

Sonst hört das nie auf!

Sonst kommst Du nie an den Punkt an dem Du endlich fertig bist.

Das Problem:

Auch Freizeitstress macht krank.

Er raubt dir Klarheit, Energie und vor allem: Lebensqualität.

In diesem Artikel geht’s nicht um irgendwelche Selbstoptimierungs-Tipps.


Es geht darum, warum wir uns selbst fertig machen – natürlich mit den besten (Optimierungs-)Absichten. 

Und wie wir da wieder rauskommen.

Also bleib dran – und lies weiter.


Deine Zeit ist zu wertvoll für Dauerstress. Auch – oder gerade – in deiner Freizeit.

Was ist Freizeitstress überhaupt?

Freizeitstress.
Das klingt erstmal wie ein Widerspruch in sich. Fast schon wie: „Zu viel Urlaub.“ 

Klingt absurd, ist aber real und verbreiteter als Du vielleicht denkst. 

Denn was in der Theorie nach Entspannung und Lebensfreude klingt, fühlt sich in der Praxis oft so an:


Vollgestopfte Wochenenden, durchgetaktete Nachmittage und die permanente Angst, etwas zu verpassen.


Da wird das „Runterkommen“ zur Pflichtveranstaltung. 

Und das muss auch noch maximal genossen und natürlich auf Instagram, TikTok und Co kund getan werden!

Freizeitstress ist, wenn du dich am Montag vom Wochenende erholen musst.

Ganz ehrlich:
Wann hast du das letzte Mal ein Wochenende gehabt, nach dem du wirklich erholt warst?

Ich meine nicht „Ich hab ein paar Sachen geschafft.“


Ich meine: erholt. Entspannt. Bei Dir. Leicht. Zufrieden.

Freizeitstress ist das Gefühl, ständig etwas Sinnvolles, Produktives oder zumindest Social Media-taugliches tun zu müssen – selbst in Deiner freien Zeit.

Gott bewahre, dass Du auch nur eine kostbare Minute Deiner Lebenszeit vertrödelst.

Geht gar nicht!

Stattdessen:

  • „Ich müsste mal wieder Sport machen.“
  • „Wir sollten endlich wieder Freunde treffen.“
  • „Das Haus könnte auch mal wieder auf Vordermann gebracht werden.“
  • „Oh, und Me-Time brauche ich ja auch noch!“

Zack – schon wieder zehn Punkte auf der imaginären Freizeitliste.

Aber woher kommt das?

Ganz einfach:
Wir haben gelernt, dass unser Wert an unserer Leistung hängt.
Und das übertragen wir – ohne es zu merken – auf alles.

Unsere Gesellschaft ist eine Leistungsgesellschaft.

Leistung ist gut. 

Noch mehr Leistung ist besser.

Faul sein, Nichts tun … Pfui bäh.

Auch auf die Freizeit.


Denn „nur rumhängen“? Hallo?


Also machen wir schnelle Füße.

Auch in der Freizeit: produktiv, sinnvoll, effizient – und verlieren dabei komplett den eigentlichen Sinn von Freizeit aus den Augen.

Achtung: Je mehr Möglichkeiten existieren, umso schlimmer.

Je mehr Möglichkeiten du hast – Zeit, Geld, Know-how – desto mehr willst du rausholen.
Erholung wird dann nicht zur Pause, sondern zur Optimierungsaufgabe.

Und genauso übel:

Wenn Du das Geld nicht hast, ist es genauso schlimm.

Denn dann überlegst Du permanent, wie Du Geld und Möglichkeiten beschaffen kannst …

Du hast ein Wochenende frei?


Dann aber bitte ein perfekt kuratierter Kurztrip mit Achtsamkeitseinlage, Social Media Momenten und gesunder Ernährung.

Oder eine Fortbildung, damit Du Dir endlich den Kurztrip mit Achtsamkeitseinlage leisten kannst.


Sonst war’s das nicht wert. Oder?

Du kannst dem Druck fast nicht entkommen …

Die Frage:

Was würde mir jetzt individuell gut tun, ohne Be- und Abwertung von außen stellt sich fast gar nicht mehr.

Stell Dir doch einfach mal die Frage.

Achtung: Und die Antwort darf nichts kosten!

Denn echte Entspannung bekommst Du in der Regel für 0,- Euro …

Wie war das noch mit aus dem Fenster gucken?

Warum Führungskräfte genauso betroffen sind wie Menschen, die den Haushalt schmeißen oder Angehörige pflegen

Lass uns mal mit einem Gedanken aufräumen, der sich ziemlich hartnäckig hält:

„Freizeitstress haben nur die, die in der Chefetage hocken oder den Terminkalender voller Meetings haben.“

Bullshit.
Ganz ehrlich: Wenn Freizeitstress ein Gesicht hätte, würde es überall auftauchen – beim Business-Lunch und beim Bügeln.

Denn egal, ob du ein Team führst, ein Unternehmen steuerst oder zu Hause den Laden schmeißt: 

Du funktionierst. Permanent. Und oft über dein Limit hinaus.

Gleiche Erschöpfung, anderes Setting

Die typische Führungskraft hat Kalender voller Calls, Deadlines und Businessreisen.


Die typische Care-Arbeiterin (ja, auch Männer pflegen!) hat Kalender voller Schultermine, Medikamentenpläne, Essenszeiten und Behördengänge.

Unterschiedliches Vokabular – gleicher Druck.

Denn beide tragen Verantwortung. 

Beide managen komplexe Abläufe. 

Und beide stehen ständig unter Strom – mit dem feinen Unterschied, dass man die eine Rolle bezahlt und anerkennt. Die andere nicht.

Freizeit? Klingt in beiden Fällen wie ein schlechter Witz.

Und dann kommt der Samstag…

Samstag, 9 Uhr. Führungskraft: Frühstück mit den Kindern, danach Sport, dann Gartenarbeit, vielleicht noch schnell den Business-Podcast beim Einkaufen hören.


Care-Arbeiterin: Frühstück, waschen, putzen, pflegen, einkaufen – und bloß nicht vergessen: „Heute mal Zeit für mich nehmen.“

Und hier passiert das Paradoxe:
Beide hetzen durch ihre Freizeit.
Beide fühlen sich schlecht, wenn sie „nichts“ geschafft haben.
Beide denken, sie müssten mehr leisten – auch beim Erholen.

Achtung: Bitte nicht das eine gegen das Andere aufrechnen.

Im Stress sind wir alle gleich.

Freizeit wird zur zweiten Schicht

Was wir dabei völlig übersehen: Freizeitstress ist kein Problem von Berufsgruppen – sondern ein Problem der überbewerteten Leistungsethik.

Wir glauben, wir müssten alles „sinnvoll“ füllen. Auch die Zeit, die eigentlich leer sein dürfte.

Führungskräfte „optimieren“ sich durchs Wochenende.


Menschen in Care-Arbeit wollen aus einer kleinen Lücke im Care-Kalender das Maximum raus holen …

Ergebnis: Niemand kommt zur Ruhe.
Weil die Erlaubnis fehlt. Die innere Stimme sagt:

„Nichts tun ist nur was für Faulpelze.“

Aber wann können wir denn mal faul sein, wenn nicht in unserer Freizeit?

Wann gönnen wir unserem Hirn mal eine Pause?

Und am Ende wundern wir uns, wenn wir Nachts nicht schlafen können, weil unser Hirn Achterbahn fährt.

– Höre dazu auch die Podcastfolge mich Schlafcoachin Isabell Prophet –

Die wahren Ursachen von Freizeitstress – und warum ein leerer Kalender dir Angst macht

So. Jetzt mal Butte bei die Fische.

Was stresst dich eigentlich so an deiner Freizeit?

1. Perfektionismus im Freizeitoutfit

Ja, genau der. Der kleine Emilio Controlletti in Deiner Birne.


Der will auch am Wochenende alles richtig machen und ihm ist auch ganz wichtig, was die Anderen – die so perfekt ihre Freizeit gestalten – von ihm denken:

  • Der perfekte Einkauf, ökologisch und sozial korrekt und natürlich kein verarbeiteter Fertigfraß.
  • Die ideale Sporteinheit mit Cardio UND Krafteinheit, am Schluss noch Yoga und Sauna.
  • Der Kulturabend oder mindestens ein harmonischer Spielabend mit der Family. Selbstverständlich mit alkoholfreiem Bier bzw. Wein.
  • Und wehe, du hast Dich nur auf die Couch gefläzt, Chips gegessen und genetflixt. 
  • Geht gar nicht!

Newsflash: Du darfst einfach sein. Auch ohne Output. Du darfst, ja Du musst sogar Deine Zeit vertrödeln. Sonst geht Dein Hirn irgendwann am Stock.

2. Vergleich – die Seuche der Moderne

Social Media, Baby.
Da siehst du, wie alle anderen gerade wunderschöne Dinge tun:
Wellness-Wochenende, Wandern im Sonnenuntergang, Familienpicknick mit fair gehandeltem Brokkoli.

Und du? Bist froh, dass du es geschafft hast, mal zu duschen und die olle Jogginghose anzuziehen, damit sich der Postbote nicht erschreckt.

Das Problem:
Du vergleichst deine echte Freizeit mit den highlight Momenten anderer.

Ich spreche da aus Erfahrung.

Mein Mann und ich sind auf YouTube und auf Instagram unterwegs und posten sehr regelmäßig.

Okay, wir sehen häufig ziemlich Sch…e aus, da wir einfach mehr Realität zeigen wollen.

Aber selbst dabei zeigen wir noch die Highlights bzw. das, was Unterhaltsam ist.

Unseren tatsächlichen Alltag sieht man nicht.

Nur die Illusion davon.

Heute habe ich beispielsweise den halben Tag im Benz (unserem Weltreise-LKW) gesessen und gearbeitet.

Dann habe ich zwei Stunden nur rum gegammelt, denn aktuell, zum Zeitpunkt der Artikelerstellung haben wir eine Hitzewelle in Deutschland.

Ich habe also zwei Stunden YouTube geguckt und bin immer wieder dabei eingeschlafen.

Und nein, ich habe keine schlauen YouTube Videos geguckt 😉

Jetzt sitze ich vor dem Benz und schreibe.

Allerdings habe ich vorher den Hühnies – wir leben auf einem Hühnerhof wenn wir nicht unterwegs sind – zugeschaut und Podcast gehört.

Ich schreibe jetzt nur, weil mir gerade danach ist.

Und mir ist danach, weil ich vorher soooo lange nix gemacht habe.

Ich glaube, Du weißt, worauf ich hinaus will.

3. FOMO – die Angst, etwas zu verpassen

FOMO: Fear of Missing Out.


Kennst du. Und sie frisst deinen inneren Frieden.

Du hast einen ruhigen Sonntag geplant, aber dann ploppt die Nachricht rein: „Kommt ihr auch mit zum Brunch? XY kommen auch mit …“

Jetzt sitzt du in der Zwickmühle:
Ruhe – oder dabei sein?
Und egal wie du dich entscheidest: Du fühlst dich mies.
Weil du denkst, du verpasst was.
Oder: du „leistest“ zu wenig. Schon wieder.

Tipp: Frag Dich ob Du WIRKLICH brunchen willst und ob Dich der Brunch entspannt. Ist die Antwort „Ja“ go for it.

Ist die Antwort „Weiß nicht genau“ bleib Zuhause. 

4. Du brauchst keine optimierte Freizeit. Du brauchst freie Zeit!

Du brauchst keine optimierte Freizeit. Du brauchst echte Pausen.

Ja, genau du.
Du mit der Apple-Watch, die deine Schlafqualität trackt.
Du mit dem Timer auf der Meditations-App.
Und du mit dem selbst auferlegten Pflichtprogramm namens „Selfcare“ – das sich heimlich anfühlt wie Arbeit mit Räucherstäbchen.

Entspannung ist kein Projekt

Wir haben es geschafft, selbst die Freizeit zum Effizienzfeldzug zu machen.
Jede Stunde will sinnvoll genutzt sein.
Selbst das Nichtstun braucht Struktur.

  • 10 Minuten Journaling ✔
  • 30 Minuten „Digital Detox“ ✔
  • 45 Minuten achtsamer Spaziergang mit Podcasts über Resilienz ✔

Und wehe, du hast am Ende der Woche das Gefühl, du „hättest nichts geschafft“.
Na klar hast du nichts geschafft – weil Freizeit nichts zum Schaffen ist.

Freizeit ist zum Sein da. Nicht zum Tun.

Hör auf, dich zu optimieren – fang an, dich zu erleben

Dein Leben ist kein Businessplan.
Dein Wochenende kein Pitchdeck.
Dein Feierabend kein Fortbildungsseminar.

Du bist nicht hier, um in jedem Moment besser zu werden.
Manchmal reicht es, einfach da zu sein.
Müde. Uninspiriert. Planlos.

Denn genau da, in diesen freien, leeren Momenten, entsteht das, was wir alle eigentlich suchen:
Ruhe. Freude. Klarheit.

Und keine Sorge: Du darfst danach wieder produktiv sein.
Aber vielleicht – ganz vielleicht – bist du dann sogar besser darin, weil du dir vorher erlaubt hast, wirklich loszulassen.

Strategien gegen Freizeitstress

Ich merke selbst beim Schreiben, wie sich das schon wieder ausschließt …

Aber es hilft ja nix.

Irgendwie müssen wir das Problem ja angehen.

Möglichst ohne neuen Stress!

Here we go.

1. Plan dir Pausen ein

Ja es ist absurd und konterkariert alles, was ich vorher von mir gegeben habe … aber:

Block dir freie Zeit im Kalender. Und zwar so, als wäre es ein wichtiger Termin.

Denn: Ist nix geplant, ist nix da.

Trag dir ein:

  • „Doof rumsitzen – 14:00 Uhr“
  • „Guck in den Himmel und tu nix – Freitag, 16:30 Uhr“
  • „Spontanität – reserviert!“

Und vor allem: Halte Dich dran!

Warum das wichtig ist?


Weil du sonst automatisch die Lücken mit Dingen füllst, die „man ja mal eben noch machen könnte.“

Also: Termin rein und durchziehen mit dem nix tun …

2. Erholung mikro, nicht mega

Viele denken, Entspannung muss immer groß und besonders sein:

  • Wochenende in der Therme
  • Retreat in den Alpen
  • Meditationskurs mit Zertifikat

Es geht auch viiiiiiel kleiner.

Dein Nervensystem liebt Mikropausen.
Drei Minuten tief durchatmen am Fenster.
Zehn Minuten Füße hoch ohne Handy.
Fünf Minuten auf der Couch mit dem Lieblingssong.

Geh spazieren ohne etwas anderes dabei zu tun. Nur spazieren gehen. Am besten ohne das Terrorgerät, welches wir Smartphone nennen.

Kein Aufwand. Große Wirkung.
Du musst nicht aussteigen, um anzukommen – du brauchst nur kurze Stopps.

3. Hör auf, Erholung mit Produktivität zu verwechseln

Wenn du ein Buch liest, dann lies es, weil du Lust hast – nicht, weil du damit deinen Horizont erweitern „solltest“.

Wenn du spazieren gehst, dann mach’s aus Freude – nicht, um deine Schrittzahl zu erfüllen.

Wenn du Freunde triffst, dann weil du dich nach Verbindung sehnst – nicht, weil man „sich mal wieder melden müsste“.

Und wenn nicht, dann nicht!

Was nicht gut tut, darf weg.
Du bist nicht auf der Welt, um deine Pausen zu optimieren.

4. Stell dir die EINE Frage, die alles verändert

Bevor du dir das nächste Wochenende vollpackst, stell dir diese eine Frage:

„Würde ich das auch tun, wenn ich niemandem davon erzählen dürfte?“

Wenn die Antwort Nein ist – lass es.

Erholung beginnt genau da:
Wo du aufhörst, dich zu rechtfertigen.

5. Weniger „müsste“, mehr „möchte“

Tausch innerlich das Wort „muss“ durch „möchte“.
Beispiel:

  • Aus „Ich muss mal wieder spazieren gehen“ wird:
    „Ich möchte frische Luft schnappen, weil’s mir guttut.“

So ändert sich nicht nur dein Verhalten, sondern deine Haltung.
Und genau die entscheidet darüber, ob Freizeit entspannt oder erschöpfend wird.

Fazit: Volle Kalender machen keine besseren Menschen

Dein Wert hängt nicht an deinem Output – auch nicht am Wochenende

In einer Welt, in der alles bewertet, gepostet und durchgeplant wird, sind echte Pausen wie ein Akt der Rebellion.

Genau diese Rebellion brauchst du.

Du darfst aufhören, deine Freizeit zu optimieren.
Du darfst es lassen, jede Minute mit Sinn zu füllen.
Du darfst Dinge tun, die nur Spaß machen – ohne Output, ohne Ziel, ohne Applaus.

Denn Erholung ist nicht die Belohnung für Leistung.
Sie ist die Voraussetzung für einen gesunden Geist und ein Hirn, das nicht ständig am Rad dreht.

Nochmal zum Mitschreiben:

  • Du bist kein besserer Mensch, wenn du dein Wochenende durchgetaktet hast.
  • Du bist kein Versager, wenn du auf der Couch abhängst.
  • Du bist genug – auch ohne Leistungsnachweis im Freizeitlook.

Also: Gönn dir. Und zwar bewusst.

Dein Reminder zum Mitnehmen:

🧠 Du bist nicht auf dieser Welt, um zu leisten.

💛 Du darfst frei haben. Wirklich!

📌 Du brauchst keine optimierte Freizeit – du brauchst echte Auszeiten.

Jetzt du: Was nimmst du dir wirklich mit?

🎧 Jetzt reinhören:

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